Trenitalia: Die ersten italienischen Frecciarossa 1000-Züge sind zwischen Paris und Mailand unterwegs

Frecciarossa-Züge zwischen Paris und Mailand

(FERPRESS) – Rom, 20. Dezember – Am Samstagmorgen sind die ersten beiden Frecciarossa 1000-Züge aus Paris und Mailand abgefahren und haben damit den ersten Hochgeschwindigkeitszug von Trenitalia und den Ferrovie dello Stato in Frankreich eingeführt. Ein historischer Schritt in der Entwicklung des europäischen Eisenbahnmarktes.

Vom Pariser Bahnhof Gare de Lyon startete der Frecciarossa um 7.26 Uhr mit Halt in Lyon Part Dieu, Chambery-Challes-Les-Eaux, Modane, Torino Porta Susa und Ankunft in Milano Centrale. Auf dem umgekehrten Weg fuhr der Frecciarossa um 6.25 Uhr von Milano Centrale ab und erreichte den Bahnhof Gare de Lyon in Paris. Zwei weitere Fahrten folgten am Nachmittag.

[Foto: Ferrovie dello Stato | Public Domain]

Italienische Hochgeschwindigkeitszüge brechen das französische Monopol

Am 28. August tauchte am Gare de Lyon, dem Pariser Bahnhof, der Passagiere aus Südostfrankreich und Italien aufnimmt, ein neuer feuerroter Zug auf. Es handelte sich um einen Frecciarossa 1000, das Flaggschiff der Trenitalia-Flotte, den italienischen Hochgeschwindigkeitszug, der eine seiner Testfahrten auf der Strecke Mailand-Lyon-Paris absolvierte, bevor er, wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischenkommt, im kommenden Oktober auf dem französischen Schienennetz in Betrieb genommen wird.

Thello, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Trenitalia, wird den Betrieb zwischen Mailand und der französischen Hauptstadt übernehmen, nachdem im Juni die Einstellung des Nachtzugs Paris-Venedig und der Zugverbindung zwischen Mailand und Nizza angekündigt wurde. „Es ist das erste Mal, dass ein ausländischer Hochgeschwindigkeitszug mit dem Tgv der Sncf (französische Eisenbahngesellschaft) konkurriert, der am 22. September sein vierzigjähriges Bestehen feiern wird. Diese wettbewerbsfähige Einführung erfolgt im Rahmen des ‚offenen Zugangs‘, der seit einigen Jahren für europäische Texte gewährt wird“, schreibt die Pariser Wirtschaftszeitung Les Echos. Die Italiener sind somit die ersten, die die von der Europäischen Union angestrebte Liberalisierung des Eisenbahnmarktes nutzen und ein scheinbar unumstößliches Monopol, nämlich das der Sncf, brechen.

Auf der Strecke Paris-Lyon können die Frecciarossa-1000-Züge das volle Potenzial ihrer Motoren ausschöpfen und mit einer Geschwindigkeit von über 300 km/h fahren. Auf den klassischen Strecken wird es jedoch nicht möglich sein, schneller als 200 km/h zu fahren, solange die Bahnverbindung Turin-Lyon noch nicht fertiggestellt ist. Dies ist ein weiterer Erfolg für die Hochgeschwindigkeitszüge von Trenitalia, nachdem sie die Genehmigung erhalten haben, mit 23 Frecciarossa 1000, die ebenfalls von Bombardier-Hitachi Rail Italy gebaut wurden, in Spanien zu landen (der Eintritt in den iberischen Markt ist für nächstes Jahr geplant, aber die ersten Tests werden in den nächsten Wochen beginnen).

[Foto: Nelso Silva | Some rights reserved]

Multimodale Wasserstofftankstelle für Schiffe, LKW und Züge

wasserstoffzug

Equilon Enterprises, das Gemeinschaftsunternehmen von Shell und Texaco, hat von der kalifornischen Energiekommission einen Zuschuss von 4 Millionen Dollar für die Entwicklung einer multimodalen Wasserstofftankstelle erhalten. Die Tankstelle wird so konzipiert sein, dass sie Schiffe, LKW und Wasserstoffzüge aufnehmen kann.

Equilon ist auch an der Entwicklung des Wasserstoffzuges beteiligt, der an der Station betankt werden soll: Die Hydrogen-Switcher-Lokomotive von Sierra Northern Railways. Die Bahngesellschaft ist derzeit dabei, eine alte Switcher-Lokomotive RP20BD diesem Zweck anzupassen. Der Antriebsstrang besteht aus zwei 200-kW-Wasserstoff-Brennstoffzellen, Wasserstoffspeichern für 222 Kilogramm Wasserstoff und einem 500-kWh-Batteriepaket.

Quelle: Newsletter Railtech.com
Foto: Sirkalulu | Public Domain

Coradia iLint von Alstom, der erste mit Wasserstoff-Brennstoffzellen angetriebene Regionaltriebzug

Coradia iLint von Alstom

Der Wasserstoffzug Coradia iLint von Alstom hat sein schwedisches Debüt in Östersund gegeben. Alstom-Teams haben den Zug einer Reihe von lokalen Interessengruppen vorgestellt, darunter regionale Betreiber, Verkehrsbehörden, Entscheidungsträger der Regierung und Medien.

Der Coradia iLint wurde speziell für den Einsatz auf nichtelektrifizierten Strecken entwickelt und ermöglicht einen nachhaltigen Zugbetrieb. Nach Angaben von Alstom wird durch das Ersetzen eines Diesel-Regionalzugs durch einen Wasserstoffzug der jährliche CO2-Ausstoß um das Äquivalent von vierhundert PKW reduziert.

Trotz zahlreicher Elektrifizierungsprojekte in mehreren europäischen Ländern wird ein erheblicher Teil der Schienennetze des Kontinents auf absehbare Zeit nicht elektrifiziert bleiben. Coradia iLint nutzt die bestehende Infrastruktur, ohne dass in die Elektrifizierung investiert werden muss.

Quelle: Newsletter Railtech.com
Foto: Frank Paukstat | Some rights reserved

EXPO Ferroviaria, Mailand, 28.-30. September 2021

expo ferroviaria Mailand

Auf der EXPO Ferroviaria trifft sich die gesamte Eisenbahnindustrie, um sich auszutauschen, innovative Technologien zu entdecken und sich über die neuesten Entwicklungen des Sektors zu informieren, vor allem aber wird es um die Bewältigung der Krise gehen.

Die letzten anderthalb Jahre waren alles andere als normal und jeder musste sich neuen Geschäftsabläufen anpassen.

Obwohl Smart Working und virtuelle Veranstaltungen es ermöglicht haben, in Kontakt zu bleiben, besteht heute mehr denn je ein Bedarf an realen Beziehungen und Geschäftstreffen vor Ort.

Die EXPO Ferroviaria bietet Gelegenheit dazu und die TRAIN-slators werden dabei sein.